Brettchenweben

  •  

    Lilija Bagalve Treimane CelainesCelaines new2sterne
    von Lilija Balgalve-Treimane
    Herausgegeben: 2018
    Biedrība rakstu pūrs (Hope Chest of Traditional Ornaments Association), Rīga
    248 Seiten
    Sprache: Lettisch 
    komplett in Farbe
    Preis: zwischen 37,00 und 57,00 Euro
    ISBN: 978-9934-19-437-5

     

  • Reliquien des Heiligen Céasire d´Arles (470- 542)

    Aisling-Brettchenweben-Ceasire-dArles-VorschauIch bin nicht die einzige, die immer wieder Bücher durchstöbert, in der Hoffnung, auf die eine oder andere Abbildung einer brettchengewebten Borte zu stoßen. In diesem Fall hat Sylvia Crumbach 2013 ein Reliquienband aufgetan, das durch seine schlichte Eleganz einfach überzeugt.
    Leider ist hierzu nicht viel bekannt. Es handelt sich um ein Reliquienband, das wahrscheinlich ursprünglich an der Stola des Bischofs befestigt gewesen war. Weder gibt es Informationen zum Material, noch zur ursprünglichen Breite der Borte.
     
  • Schmuckbändchen der Moorleiche
    von Dätgen
     
     
    Aisling Daetgen VorschauDieses Band wurde vor 1911 im Moor von Dätgen gefunden. Richard Stettiner hat es in seinem Artikel 'Brettchenweberei in den Moorfunden von Damendorf, Daetgen und Torsberg' aus dem Jahre 1911 ausführlich beschrieben. Details dazu sind leider nicht bekannt.
     
    Es handelt sich um ein einfarbiges Brettchengewebe, dessen Randbrettchen mit je vier Fäden bezogen wurden und bei dem im 'Musterteil' je zwei Fäden pro Brettchen verwendet wurden.
  • Das Brettchengewebe vom Wagen

    (Fundort: Hochdorf)

    Aisling-Brettchenweben-Wagen-VorschauEs handelt sich hier um Teil eines Textilrestes vom Südwestrand des Wagens, das 10, x 10,0 cm groß war. Das brettchengewebte Fragment ist ca. 1,4 x 1,4 cm groß und es sind nur einige Stücke erhalten.

    Man kann darauf die Rautenmusterung erkennen, doch ob und wie das Muster wiederholt wird, kann man anhand dessen nicht bestimmen.

  • Das Fragment aus Vestrum/Norwegen

     

    Brettchenweben Vestrum VorschauVon diesem Band aus dem 4. Jahrhundert ist leider nicht viel mehr übrig geblieben, als ein nicht besonders gutes schwarz-weiß Foto, auf dem man so gerade eben einige Linien, aber nicht viel mehr erkennen kann. Das Bild wurde ursprünglich in dem Buch 'Snartemofunnene. Studier i folkevandringstidens ornamentikk og tekstilhistorie' von HOUGEN, BJØRN aus dem Jahre 1935 veröffentlicht.

    Nichts, was ich einfach so nachweben würde.

    Wenn nicht Else-Margrethe Huse in ihrem Buch 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold' einen Versuch unternommen hätte, das Band zu 'rekonstruieren'.
  • Eine Borte von einem bestickten Leinentuch
    Harzvorland, spätes 13. Jhd.

    Aisling Halberstadt Leinentuch VorschauDas Original aus dem Halberstädter Domschatz gehört zu einem gestickten Leinentuch, das auf ca. 1250-1300 datiert ist. Das Band hat eine Gesamtlänge von ca. 4 Meter.
    Wahrscheinlich ist das Band ursprünglich nicht mit Goldlahn broschiert worden, sondern mit doppeltem genommenem Faden.

    2014 konnte ich dieses Band nicht nur im Domschatz bewundern, sondern hatte auch die Möglichkeit mit Kamera und Stativ Bilder zu machen.

  • Brettchengewebe aus dem Salzbergwerk von Hallstatt


    Brettchenweben-HallstattNach diesem Fundort ist eine ganzer Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit benannt worden. Die Hallstattzeit (800 - 457 v. Chr).
    In einem ausgedehnten Gräberfeld und dem dazugehörigen Salzbergwerk oberhalb des Ortes Hallstatt im Salzkammergut (Österreich) wurden viele textile Fragmente gefunden.
    Unter anderem auch brettchengewebte Borten, die auf die Zeit zwischen dem achtem und vierten Jahrhundert vor Christus datiert wurden.

  • Hallstatt 2Brettchenweben-Hallstatt-02-Vorschau

    Dieses brettchengewebte Band aus dem Salzbergwerg in Hallstatt ist in einem Muster gewebt worden, das auch auf Keramik verwendet wurde.

    In dem Bergwerk wurden zwei Fragmente von diesem Band gefunden.

    Der ursprüngliche Verwendungszweck dieses Bandes ist unbekannt.

  • Hallstatt 3

    Brettchenweben-Hallstatt3-VorschauBei diesem Band bedauere ich es, dass es dazu noch keine Textilanalyse gibt.

    Karina Grömer hat in ihren Veröffentlichungen das Band immer in Schnurbindung rekonstruiert, aber die einzige Abbildung, die ich von der Borte kenne, deuten für mich mehr auf ein Stippengewebe hin, als auf ein Schnurbindungsgewebe.
    Gefunden wurde es - wie alle anderen Borten auch - in den Ausgrabungen, die zwischen 1989 und 1994 in dem Kernverwässerungswerk stattfanden.
  •  

    Hallstatt Textil 136/1

    Aisling-Brettchenweben-Hallstatt-136Manchmal stolpert man beim Blättern durch Anhänge über wahre Schätze, so passierte es mir beim Artikel 'Ein Abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg'.

    Als ich durch den angehängten Katalog blätterte, der alle Brettchenwebereien in Mitteleuropa auflistete, gab es zwar die eine oder andere Borte, die fehlte, aber auch Bänder von denen ich noch nie etwas gehört hatte. So. z.B. von dem Textil 136/1.Aber da es sich um ein noch nicht publiziertes Band handelt, ist es auch schwierig an Informationen zu kommen.

    Ich habe mit den Angaben gearbeitet, die ich im Katalog gefunden habe. Da auch ein Bild dabei war, sollte es nicht so schwierig sein.

  • Das Brettchengewebe vom Hallstatt Textil 43

    Aisling-Hallstatt43-VorschauBereits 1960 berichtete Hans-Jürgen Hundt in dem Artikel 'Vorgeschichtliche Gewebe aus dem Hallstätter Salzbergwerk' (veröffentlicht im Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, 7) über dieses Band. Es war die erste Borte, die dort gefunden wurde.

    Beim Textil 43 handelt es sich um das Fragment einer Gewebekannte aus Wolle, das 12,5 x 4,5 cm lang ist. Zu dieser Gewebekante gehört ein Brettchenband, das 0,65 cm breit ist.

  • Die Borte vom Wandbehang

    Brettchenweben-Hochdorf-vorschau

    Fragmente dieses Musters wurde an verschiedenen Stellen des Grabes gefunden. Da es unter anderem auch an den  Wandhaken 41 und 203 korrodiert war, geht man davon aus, dass es zum Wandbehang gehörte.

    Es handelt sich um ein Muster, wo zwei Fäden pro Brettchen verwendet wurden. Da das größte Fragment 2,1 x 1,2 cm groß ist, kann nur wenig über die Musterabfolge gesagt werden.

  • Ein Brettchengewebe vom Kessel

     Hochdorf-Zeichnung
    Im Buch Hochdorf IV von Johanna Banck-Burgess wurden viele Textilfragmente aus dem Hochdorffund beschrieben (datiert ca. 550 - 500 vor Christus). Einzig von einem Brettchengewebe vom Kessel (TK 7C) gibt es nur eine Aquarellzeichnung von H.J. Hundt. Ansonsten scheint es vergangen zu sein.

     
    Das hat aber niemanden abgehalten, Rekonstrukionsversuche zu machen.
    Obwohl viele der aufwändigen Techniken aus Hochdorf mit ausgelassenem Einzug arbeiten, ist das hier wohl nicht der Fall.
    Anhand der Zeichnung muss es sich bei dem Gewebe aus einer Kombination von Köpertechnik und Flottierung handeln.
     

  • Brettchengewebe vom Wandhaken

    Aisling Hochdorf 385 VorschauDie folgende Borte stammt auch aus dem Grab des Keltenfürsten. Die Wände der Grabkammer waren mit einem Wandbehang geschmückt. Das Brettchengewebe war ein Teil davon und die Überreste sind an den verschiedenen Wandhaken zu finden. Die Fragmente vom Wandhaken 385 ist z.B. 2,5 x 1,7 cm breit. 

    Im Gegensatz zu den anderen Brettchenwebfunden ist es eigentlich ein unspektakuläres Band, das mit 2 Fäden pro Brettchen bezogen ist. Es ist aus genau so feinem Material gearbeitet, wie die anderen Borten. 

  • Hochdorf: die Borte nach den Fragmenten 1.42 und 1.45

    Aisling Hochdorf1.45 VorschauEs wurden von dieser Borte mehrere Fragmente gefunden: 1.42 mit 6,0 cm und 5,7 cm Breite und 1.45 mit 9,7 x 2,8 cm. Sie wurde als Rand eines Tuches verwendet, allerdings ist nicht mehr zu erkennen, ob sie angewebt oder angenäht wurden.

    Das Band wurde aus Wolle gewebt und lt. Farbanalyse war ein Teil mit indigoiden Farbstoffen (in diesem Fall Waid) gefärbt wurden. Von der anderen Farbe der Borte gibt es keine Analyse, aber da bei Fragmenten des Tuches ein Kermesfarbstoff gefunden wurde, wird vermutet, dass die Borte auch damit gewebt wurde und im Original rot und blau war.

  • Hochdorf TC106

     

    Brettchenweben-tc106-vorschau-by-aisling
    Das Grab des Keltenfürsten war sehr reich mit Textilien ausgestattet. Leider sind nach 2500 Jahren sehr viele vergangen und nur einige wenige in Fragmenten erhalten geblieben.
    So dieses Brettchengewebe, das auf dem Fragment TC106 basiert und dessen Muster Sylvia Crumbach nachgearbeitet hat. Da das Fragment nur die Abmessung von 1,5 x 1,4 cm hatte und gerade einmal 10 Schnüre in Folge erhalten waren, kann man nicht genau sagen, wie das vollständige Band ausgesehen hat.
    Es kann nur eine Annäherung sein.
  • Noch eine Borte aus dem Vaalermoor

    Aisling-Brettchenweben-Vaalermoor2-02
    Da diese Borte genau wie die anderen Textilfunde aus dem Vaalermoor als 'Einzelstück' geborgen wurde, kann man nichts zu der ursprünglichen Verwendung sagen.
    Karl Schlabow bezeichnet sie als 'Gürtel', aber sie können genausogut als Wadenwickel, Tragegurt oder zur Befestigung von Ware auf einer Kiepe verwendet worden sein.
    Es handelt sich hier um ein einfaches Band, dessen einzige Akzentuierung von den unterschiedlichen Farben kommt. Aber war dies beabsichtigt, oder hat man für dieses Band einfach vorhandene Wollreste verwendet und das Muster ist zufällig entstanden?
  • Eine Borte aus dem Vaalermoor

    Brettchenweben-Vaalermoor-Aisling
    Es handelt sich um ein einfaches brettchengewebtes Band, das als 'Hingucker' einen andersfarbigen Schussfaden hat.
     
    Ich habe hier ein Muster aus 'Textilfunde der Eisenzeit' von Karl Schlabow nachgewebt.
  • Ein weiterers Band aus dem Vaalermoor

    Aisling-Vaalermoor2
    Die Funde aus dem Vaalermoor sind laut Karl Schlabow um 1880 bei der Gewinnung von Torf zum Heizen aus dem Moor geborgen worden.
    Lange Jahre lagerten sie in einer Kiste, bis sie 1943 dem Textilmuseum Neumünster übergeben wurden. 1954 wurden die Textilien erstmalig im Labor untersucht.
    Insgesamt 4 dieser Fragmente hatten brettchengewebte Bestandteile.
    Dieser Band ist eins davon.
  • Claudia Wollny roslein und weckleinroslein und wecklein new2 sterne
    von Ute Bargmann, Claudia Wollny 
    Herausgegeben: 2018 
    Eigenverlag 
    272 Seiten 
    Sprache: Deutsch, Englisch  
    komplett in Farbe
    Auf der Homepage der Autorin erhältlich 
    Preis: 29,90 Euro
    ISBN: 978-3-00-0607758-2