Als Vorlage für dieses Muster diente das Cod. Pal. germ. 551, eine um 1460 entstandene Handschrift der Universität Heidelberg. Das Manuskript enthält insgesamt 325 Musteranleitungen. Die gewebten Bänder wurden vermutlich überwiegend als Nahtbänder für Paramente sowie als Haarbänder verwendet. Einige der Borten sind zudem mit Perlen verziert.
This pattern was based on Cod. Pal. germ. 551, a manuscript from Heidelberg University dating from around 1460. The manuscript contains a total of 325 pattern instructions. The woven bands were presumably used mainly as seam trims for liturgical vestments and as hair bands. Some of the trims are also decorated with beads.
Die Handschrift wurde von Nonnen verfasst, die jungen Frauen aus patrizischen Familien Handarbeit, Latein und Schreiben unterrichteten.
Dieses Muster trägt den Titel „das Parfusser Modell mit 34“. Die Anleitung befindet sich auf den Seiten 89r, 89v und 90r der Handschrift.

The manuscript was written by nuns who taught young women from patrician families needlework, Latin and writing.
This pattern is entitled ‘the Parfusser model with 34’. The instructions can be found on pages 89r, 89v and 90r of the manuscript.
For my version, I wove the pattern using 34 small strips, each 2.4 cm high. I used schappseide as the base material, interwoven with real silk.
Für meine Umsetzung habe ich das Muster mit 34 Brettchen von 2,4 cm Höhe gewebt. Als Grundmaterial kam Schappseide zum Einsatz, broschiert mit Realseide.
Literatur:
Cod Pal Germ 551, Universität Heidelberg
Woven Bands, Medicines and Recipes: Cod. Pal. Germ. 551 von Ute Bargmann, Stand 2013
Muster: Ute Bargmann
Technik: Broschieren