Es sind die Fragmente F.S. 3698 & NM24822
Dies ist ein anders Textilfragment aus Thorsberg. Es wurde genau wie die anderen Fragmente in die erste Hälfte des dritten Jahrhunderts n.Chr. datiert.
Wahrscheinlich gehörte diese Borte auch zu einem Mantel, Schlabow sprich von einem Mantelrest.
Insgesamt gibt es hier 2 Fragmente der Borte: eines wird in Schloss Gottorf aufbewahrt, das andere im Dänischen Nationalmuseum. Laut Beschreibung von Raeder-Knudsen haben beide Fragmente einen Webfehler, die eine Zuordnung eindeutig macht. Die Borte ist ca. 7,5 cm breit.
Es wurde im Herbst 2021 bei dem Wochenende 'Archäologie am Berg' in Hallstatt im ungereinigten Zustand gezeigt und Anfang 2024 wurde dieser Fund in der ATN veröffentlicht.
Das Fragment hat die Abmessung 0,85 x 9,4 cm und wird in die Zeit zwischen 720 und 660 vor Christus datiert (Neuere, genauere Analysen u.a. durch dendrochronologische Untersuchungen von Holzfunden machen diese genauere Datierung möglich).
An Band 152 (Inv.-Nr. 89.870) lässt sich gut nachvollziehen, wie weit sich die Textilforschung im Bereich des Brettchenwebens in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.
Das Band wurde bei den Ausgrabungen entdeckt, die zwischen 1989 und 1994 im Kernverwässerungswerk des Salzbergwerks Hallstatt stattfanden.
In der ersten Veröffentlichung von 2001 wurde das Gewebe noch als Vierlochgewebe interpretiert. Diese Deutung wurde 2009 im Aufsatz Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg korrigiert. Seitdem gilt das Band als Zweilochgewebe.
Dieses brettchengewebte Band aus dem Salzbergwerk in Hallstatt zeigt ein Muster, das auch von der zeitgleichen Keramik bekannt ist. Im Bergwerk wurde ein Fragment dieser Borte gefunden, ihr ursprünglicher Verwendungszweck ist jedoch unbekannt.
Das Original wurde mit 13 Brettchen aus Wolle gewebt und ist etwa 0,9 cm breit.
I
m Buch Hochdorf IV beschreibt Johanna Banck-Burgess zahlreiche Textilfragmente aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf (ca. 550–500 v. Chr.). Von dem Brettchengewebe vom Kessel (TK 7C) ist eine Aquarellzeichnung von H. J. Hundt überliefert, die er direkt nach der Freilegung des Textils erstellt hatte.
Sie zeigt deutlich mehr Einzelheiten als sich am erhaltenen Gewebe noch erkennen lassen.
Die folgende Borte stammt ebenfalls aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf. Die Wände der Grabkammer waren mit einem Wandbehang geschmückt, zu dem auch dieses Brettchengewebe gehörte. Die erhaltenen Reste fanden sich an mehreren Wandhaken; das Fragment von Wandhaken 385 misst beispielsweise nur 2,5 × 1,7 cm.
Man kennt es als Hallstatt-Textil 123A, Inv.-Nr. 89.832
Nach diesem Fundort ist eine ganzer Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit benannt worden. Die Hallstattzeit.
In einem ausgedehnten Gräberfeld und dem dazugehörigen Salzbergwerk oberhalb des Ortes Hallstatt im Salzkammergut (Österreich) wurden viele textile Fragmente gefunden.
Unter anderem auch brettchengewebte Borten, die auf die Zeit zwischen dem achten und vierten Jahrhundert vor Christus datiert wurden.
The band had been found in the salt mines of Hallstatt/Austria. It is dated in the time 800 - 457 before Christ.
Weiterlesen: Brettchengewebe aus dem Salzbergwerk von Hallstatt
Fragmente dieses Musters wurde an verschiedenen Stellen des Grabes gefunden. Da es unter anderem auch an den Wandhaken 41 und 203 korrodiert war, geht man davon aus, dass es zum Wandbehang
gehörte.
Es handelt sich um ein Muster, wo zwei Fäden pro Brettchen verwendet wurden. Da das größte Fragment 2,1 x 1,2 cm groß ist, kann nur wenig über die Musterabfolge gesagt werden.