Dieses Band wurde in Ösmo, Schweden, gefunden und bildet auf der Rückseite eines Messgewandes das aufgenähte Kreuz. Es besteht aus zwei Bortenteilen, die den senkrechten und den waagerechten Kreuzbalken bilden. Eine ähnliche, jedoch gröbere Borte verläuft zusätzlich um den Halsausschnitt. Das Messgewand mit der Inventarnummer 95622_HST befindet sich heute im Statens Historiska Museum in Schweden und wird in die Zeit zwischen 1350 und 1500 datiert.
Obwohl der heilige Adalrich bereits 973 verstarb, wird diese Stola aus dem 15. Jahrhundert traditionell mit ihm in Verbindung gebracht. Sie wurde im Benediktinerkloster Einsiedeln gefunden und befindet sich heute in der Abegg-Stiftung in Riggisberg.
Although Saint Adalrich died as early as 973, this 15th-century stole is traditionally associated with him. It was found in the Benedictine monastery at Einsiedeln and is now held by the Abegg Foundation in Riggisberg.
Diese Borte entstand nach dem Gürtel, den Margarete van Eyck auf ihrem Porträt trägt. Das Gemälde wurde 1439 von ihrem Ehemann Jan van Eyck (* um 1390 in Maaseik, † 1441 in Brügge) gemalt. Charakteristisch für die Mode dieser Zeit ist der breite Gürtel, der die Houppelande in der Taille zusammenhält.
Auch dieses Muster stammt aus dem Cod. Pal. germ. 551. Es trägt den Titel „ein anderer mit 25“ und ist auf den Seiten 25r und 25v der Handschrift zu finden.
Als ich dieses Muster damals gewebt habe, hatte ich noch keine Möglichkeit, das Originalmanuskript einzusehen. Inzwischen konnte ich dies nachholen und bewundere umso mehr, was Ute Bargmann aus der überlieferten Anleitung rekonstruiert hat.
Auch dieses Band stammt aus der spätmittelalterlichen Handschrift Cod. Pal. germ. 551. Das Muster trägt den Titel „Das sind die Löchlein zu 20“ und befindet sich auf Seite 45.
Die Vorlage ist fehlerfrei überliefert, sodass sich das Muster ohne Korrekturen rekonstruieren ließ.
Als Vorlage für dieses Muster diente das Cod. Pal. germ. 551, eine um 1460 entstandene Handschrift der Universität Heidelberg. Das Manuskript enthält insgesamt 325 Musteranleitungen. Die gewebten Bänder wurden vermutlich überwiegend als Nahtbänder für Paramente sowie als Haarbänder verwendet. Einige der Borten sind zudem mit Perlen verziert.