Eine kunterbunte Köperborte

Bereits 2016 bevor Claudia Wollny ihr Buch Lilienhain veröffentlichte hatte ich mir das Band aus Arlon vorgenommen und einige Motive kleiner geschrieben (87 Musterbrettchen im Original ist wirklich anspruchsvolles weben). Bei einer Musterbreite von 17 Brettchen kann man schon einiges machen, aber es sind nur 'kleine' Motive geworden.
Die ersten Muster kann man hier sehen.
Ich habe mich in der Farbgestaltung an die Borte von Arlon gehalten und rot und blau (industriell gefärbt) mit weiß in Seide kombiniert.
Wikingerzeitliche Inspiration
Eine Zeichnung aus dem Jahr 1904 hat mich dazu inspiriert, ein Band, das in einer anderen Technik gewebt wurde, als Brettchengewebe in Köpertechnik zu weben.Schmales Köperband
Eine der beeindruckendsten Borten aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf ist wohl dieses Band vom Kesseltuch. Sie reizt mich schon seit langem, obwohl sie einen hohen Anfangswiderstand hat (über 100 Brettchen).
Man hat es in Köpertechnik gewebt, allerdings hat man einen Aufzug ausgelassen, so dass von den 4 Löchern im Brettchen nur drei bezogen wurden.
Die Köperstruktur nach Staudigel
Ich bin noch nie jemand gewesen, der gut nach Anleitungen arbeiten kann, ich lerne am besten, wenn ich jemanden habe, der mir zeigt wie es funktioniert und ich es anschließend anhand eines Buches nacharbeiten kann.
Im Winter 2000/2001 hatte ich deswegen einen Kursus bei Ottfried Staudigel belegt, um zu lernen, wie man die Köperstrukur webt.
Modernes Knotenmuster
Manchmal möchte ich auch etwas normales machen - wie im Internet eine Musteranleitung rauszusuchen und dann einfach mit dem Weben anzufangen, ohne ein Muster zu erstellen.