Tipps und Tricks
Broschieren
Viele historische Borten haben deswegen zwei Musterebenen, die der Brettchenweberei und die der Broschierung.
Hier beschäftigen wir uns nur mit der Broschierung.

Ich arbeite immer nach Anleitung, mit einem Magnetstreifen und einem Blech sorge ich dafür, dass ich nicht versehentlich in die falsche Reihe rutschen kann.
Der unendliche Aufzug
Eine Technik, in der man nicht nur schnell, sondern auch ohne Verwirrung der Fäden eine Kette schärt.
Hier wird eine Kette für ein Köperband mit insgesamt 38 Brettchen geschärt.

Einen großen Teil des Garns habe ich schon entsprechend auf den Rollen, aber ich muss noch eine Farbe umspulen. Eine lästige Vorarbeit, bevor man mit dem Aufketten beginnen kann.
Man benötigt: Garn (hier 4xblau, 4xrot, 4xgelb, 2x weiß), 38 Brettchen, 1 Webstuhl, 1 Schere und 1 Häkelnadel
Der Einzug der Fäden in die Brettchen
Es gibt verschiedene Methoden, den Einzug der Fäden in die Brettchen zu beschreiben. Die bekannteste Methode ist der sogenannte S- und Z-Einzug.
Als S- und Z-Einzug wird die Richtung bezeichnet, wie die Fäden in die Brettchen geführt werden. Die Einzugsrichtung bestimmt bei vielen Mustern - neben dem richtigen Farbeinzug -das Aussehen der fertigen Bänder. Ein Brettchen, das in die falsche Richtung aufgezogen ist, kann die Wirkung des ganzen Bandes zerstören.
Der Ausdruck S und Z stammt aus der Wollverarbeitung. Es ist die Angabe der Spinn- oder Zwirnrichtung eines Fadens. Für bestimmte Stoffe sind die Drehrichtungen der Fäden sehr wichtig. Da man durch imaginäres Einzeichnen der Buchstaben jederzeit die Drehrichtung kontrollieren kann, hat sich dieser Ausdruck durchgesetzt.
Ähnlich funktioniert dies auch beim Brettchenweben. Nur gibt es hier zwei verschiedene Möglichkeiten, S und Z zu definieren.