Birka B20

Eine Borte aus dem Gräberfeld Birka, Schweden 8./9. Jhd.


'Von den ungefähr 170 Gräbern, in denen man überhaupt Spuren von Textilien gefunden hat, enthielten beinahe 60 Stück derartige Bänder.
Die erhaltenen Brettchenborten aus Birka sind lauter reine Zierbänder.'

aus Birka III die Textilfunde aus den Gräbern von Agnes Geijer

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Birka B2

Die Borte stammt aus dem Grab 824. Es handelt sich um ein Frauengrab aus dem 10. Jhd. Urspünglich säumte die Borte ein rechteckiges Seidenstück, das gefüttert war und über Schulter/Rücken lag.Aisling BirkaB2Vorschau

Von der Borte wurden Fragmente von bis zu ca. 9 cm Länge gefunden.

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Birka B18

Wenn man in dem Buch Birka III - Die Textilfunde schaut, dann findet man zwei Seiten mit Musteranleitungen von Borten, aber das Band B18 ist nicht dabei.

Es handelt sich hier um eine Borte aus dem Grab 735, das auch auf der Tafel 17:2 in dem Buch abgebildet ist.

Es wird wie folgt beschrieben 'Brettchenband mit Silberschuss. In der Musterpartie 8 ganzseidene Brettchen. Am Rande 3 Brettchen, wovon das mittlere wahrscheinlich mit Flachs, die beiden übrigen mit Seide durchzogen wurden. Im Ganzen 14 Brettchen, Breite 7mm'.

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Birka B22

Eine Borte aus dem Gräberfeld Birka, Schweden 8./9. Jhd.

Aisling-BirkaB22-VorschauAuch hier stammt das Original wie auch die Borte B2 aus dem Frauengrab 824 aus dem 10. Jhd.. Das gefundene Fragment ist ca. 9,5 cm lang und 1,2 cm breit.

Es wurde abwechselnd mit Gold- und Silberschuss gewebt, hatte 17 Musterbrettchen und an jeder Seite 4 - 6 Randbrettchen (ein Teil davon ist vergangen). Wahrscheinlich war das Stück ursprünglich an einen jetzt vergangenen Stoff angenäht. Fragmente gleichen Aussehens haben wahrscheinlich hierzu ein Gegegenstück gebildet.

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Birka B9

Eine Borte aus dem Gräberfeld Birka, Schweden 8./9. Jhd.

Brettchenweben Birka B9 Vorschau

'Von den ungefähr 170 Gräbern, in denen man überhaupt Spuren von Textilien gefunden hat, enthielten beinahe 60 Stück derartige Bänder.
Die erhaltenen Brettchenborten aus Birka sind lauter reine Zierbänder.'

aus Birka III die Textilfunde aus den Gräbern von Agnes Geijer

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Ein schmales Band aus Oseberg
Norwegen (ca. 830 n.Chr.)

 
Brettchenweben-Aisling-Oseberg-vorschauManchmal brauche ich zur Abwechslung zu sehr aufwändigen Arbeiten was ‚Schnelles‘ für Zwischendurch. Nichts worüber ich lange nachdenken muss, sondern einfach das Muster aufziehen und loslegen kann.
Dieses Mal habe ich mir das schmale Oseberg-Band aus 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold' von Else-Margrethe Huse ausgesucht. Das Band ist ein Teil des Fragments 12 L 1 das im Buch ‚Tekstilene’ folgendermaßen beschrieben wird:
‚Cake containing spiral patterned silk embroidery, silk tablet-woven band type IV, weft faced compound twill, red wollen tabby...“ It is 0,5 cm wide.

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Durham

Eine Borte aus dem Schrein des Heiligen Cuthbert.


Die Borte wurde ursprünglich für den Bischof Fristestan zwischen 909 und 916 hergestellt. im Jahr 934 wurde die Borte von König Athelstan in das Grab des Heiligen Cuthbert gelegt.

 

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Abschlussband des sogenannten Messgewandes der Heiligen Harlindis und Relindis;
8./9. Jahrhundert

Aisling Harlindis vorschauDie Angelsächsischen Stickereien, verziert mit brettchengewebten Bändern, die sich nun in Maaseik befinden, wurden lange Zeit als Handarbeit zweier lokaler Schwestern, Harlindis und Relindis, angesehen, die das Aldeneik-Kloster gründeten. Die Stickereien weisen auf ein Messgewand hin.

Die broschierten Bänder sind wahrscheinlich in Angelsachsen hergestellt worden und zu einem späteren Zeitpunkt auf das Festland gebracht worden.

Weiterlesen: Messgewandes der Heiligen Harlindis und Relindis; 8./9. Jahrhundert

Ein goldener Besatz
aus dem wikingerzeitlichen Dublin

Brettchenweben Dublin VorschauIn der Altstadt von Dublin sind seit dem Jahre 1962 über 2000 Textilfragmente ausgegraben worden. Die Mehrzahl der Funde sind aus Wolle, aber einige wurden aus anderen Materialien hergestellt, wie z.B. Seide.

Das Band stammt wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des zehnten Jahrhunderts und wurde wahrscheinlich nicht in Dublin gefertigt.

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Ein Band aus Reykjasel i Jökuldal / Island

Aisling Island VorschauIm Isländischen Nationalmuseum gibt es unter anderem ein kleines brettchengewebtes Fragment aus Reykjasel i Jökuldal. Leider gibt es dazu nicht viele Informationen, nur, dass es in einem Frauengrab gefunden wurde und sich unter der Schalenfibel erhalten hat. Man sieht, dass es an Stoff genäht war. Es wird auf die Zeit von 800 - 1000 datiert.

Das Fragment ist nur wenige Zentimeter lang und in keinem guten Erhaltungszustand. Es ist mehrfarbig, aber Details sind nur schwer auszumachen.

Weiterlesen: Ein Band aus Reykjasel i Jökuldal

Hvilehoj
Ein Bortenfragment Mitte bis Ende des 10.Jhd.


Brettchenweben-Hvilehoj-Vorschau

Das Frauengrab wurde 1880 ausgegraben und es wurden viele Textilien gefunden. Darunter eine broschierte Borte (mit Silber- und Gold). Insgesamt wurden von dem Band 14 Fragmente gefunden.

Nach einer Rekonstruktionszeichnung von Lise Raeder Knudsen habe ich das Muster für diese Borte entwickelt. Ein Teil entspricht der historischen Vorlage, ein anderer ist eine Abwandlung des historischen Musters.

 

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Kostrup
ein Fund aus dem 10. Jhd. Dänemark

Brettchenweben-kostrup-vorschau

Im Jahr 1980 - 1981 wurde in Køstrup, Fyn (Dänmark) ein alter Friedhof untersucht. Von den fünfzehn gefundenen Gräbern gab es nur eins, das interessante Textilfunde hatte. Das Grab ACQ. Unter den Textilfunde gab es ein 13,3 cm langes und 14 mm breites Fragment eines brettchengewebten Bandes.

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Das Band aus Mammen, Dänemark
Ca. 970 n.Chr.

Brettchenweben-Aisling-Mammen-vorschauAls im Jahr 1868 ein Bauer ein Hügel auf seinem Gelände abtragen wollte, fand er das reich ausgestatte Grab eines Mannes in dem sich viele Textilien erhalten hatten.

Das Textilstück ‚C136a’ ist ein brettchengewebtes Band.

Ursprünglich war das Band mit zwei Wollfäden und zwei Pflanzenfäden pro Brettchen gefertigt worden, aber die Pflanzenfasern sind heutzutage vergangen. Das Muster wurde in Köpertechnik gewebt.

Weiterlesen: Mammen

Mammen - Die Borte vom Handgelenk
ca. 970 n. Chr.

Aisling Mammen Cuffs Vorschau

Die zweifarbig broschierte Borte (C 138) aus dem Männergrab ist schon oft nachgewebt worden und man findet einige Anleitungen dazu. Aber manchmal lohnt es sich doch, sich aus Büchern Bildern vom Original zu holen und danach zu arbeiten.

Denn das Band wird oft mit Motiven gearbeitet, die mir nicht gefallen und deren Verwendung in Deutschland problematisch ist. Doch wenn man die Borte Zeile für Zeile ausliest, dann sieht das Muster bei den meisten Motiven in der Borte nicht so aus, wie man es oft sieht.

Weiterlesen: Mammen - Die Borte vom Handgelenk

Das Band aus Kekomäki, Kaukola

 
Aisling Kekomaki VorschauEs handelt sich um einen Grabfund aus dem 10. - 13. Jhd. aus Finnland. Mehr dazu ist nicht bekann.
Theodor Schwindt hat das Motiv in seinem Buch'Tietoja Karjalan rautakaudesta' aus dem Jahre 1893 gezeichnet. Es hat dort die Abbildungnummer 376.
 
Ich habe das Band 2001 nach der Anleitung von Egon Hansen gewebt, ohne jedoch das Muster von dem Original zu kennen.
2020 habe ich es erneut gewebt.

Weiterlesen: Das Band aus Kekomäki, Kaukola

Das Band 379 aus Kekomäki, Kaukola

Brettchenweben-379vorschau

Nein, es wurden keine 379 Borten in dem finnischen Ort gefunden, es ist die Abbildungsnummer aus Theodor Schwindts Buch 'Tietoja Karjalan rautakaudesta' aus dem Jahre 1893.
Die Zeichnung ist so klar und deutlich, dass man den Eindruck hat, jede einzelne Faser erkennen zu können.
Für mich war von Anfang an klar, das ist ein kleines Köperband, aber ich hatte andere, dringendere Projekte.
Bis ich dann auf eine Rekonstruktion stieß, wo das Muster als einfache Schnurbindung in drei vor, drei zurück nachgearbeitet wurde. Kann man machen, aber die glatten Linien der Zeichnung kommen dann nicht raus.

Weiterlesen: Ein weiteres Band aus Kekomäki, Kaukola

Noch ein Band aus aus Kekomäki, Kaukola

brettchenweben-kk3-vorschauIn dem Buch  'Tietoja Karjalan rautakaudesta' von Theodor Schwindt  aus dem Jahre 1893 gibt es insgesamt 4 Zeichnungen von Bändern.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit der Zeichnung aus dem Buch nicht viel anfangen konnte und so habe ich mich auf die Rekonstruktion aus dem Buch 'Applesies and fox Noses finnish tabletwoven bands' von Maikki Karisto und Mervi Pasanen verlassen. Später dann, habe ich doch noch etwas gesehen. Und zwei Jahre später meine eigene Version gewebt.

Weiterlesen: Kekomäki Kaukola III

Humikkala NM 8656

 

Aisling Humikkala VorschauDas Gräberfeld von Humikkala i Masku (Süd-Finland), das in den 1920 Jahren augegraben wurde,  wird auf die Zeit zwischen 1.000 und 1.100 n. Chr. datiert.

In dem Grab 31:18 wurde die Borte NM 8656 gefunden, die in den letzten Jahrzehnten schon in den verschiedensten Versionen rekonstruiert wurde.

Die wohl bekannteste ist von Egon Hansen aus dem Buch 'Tablet Weaving'.

Weiterlesen: Humikkala NM 8656

Kirkkomäki Grab 27
Turku, Finland, 11. Jhd

Brettchenweben-Aisling-Kirkkomaeki-vorschau1991 wurde in Kirkkomäki ein beindruckendes Frauengrab ausgegraben. Das Grab wird auf die 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts datiert und neben vielen Textilien wurden auch brettchengewebte Bänder gefunden.

Dieses hier befand sich in Höhe der Taille und zwei bronzene Bärenzahnanhänger waren daran befestigt. Mit 7 cm Länge und 1,6 cm Breite ist leider nur ein kleines Fragment gefunden worden. Jedoch ist es groß genug, um ein Muster zu erkennen.

Weiterlesen: Kirkkomäki Grab 27

Das Band vom Kaftan aus Priednieki

Aisling Priednieki VorschauManchmal 'stolpert' man über Dinge und weiß zuerst nicht was man damit soll. So war es mit dieser Borte. Als vor einiger Zeit, die Abbildung von dem Kaftanfragment in einer Gruppe auftauchte, war ich begeistert. Doch welche Technik war es? Broschiert? Ich starrte auf meinen Monitor und konnte nichts erkennen

Als ich das Bild einer Freundin auf meinem Handy zeigte, meinte sie nur 'Da sind doch Nupsies', und ja, in der anderen Auflösung, war es plötzlich klar. Es war ein Zweilochgewebe.

Weiterlesen: Ein Band aus Priednieki

Ein broschiertes Band aus Chernigov, Ukraine

Aisling-Chernigov-Vorschau01
 
Im Jahr 2005 wurde bei einer Ausgrabung unter anderem dieses Grab geöffnet, das in die 2. Hälfte des 10. Jhd. datiert wird. In dem Grab befand sich ein Mann, der mit vielen Beigaben bestattet wurde, u.a. mit einem Schwert, Sattel und zwei Pferden.
Zu der Ausstattung gehörten auch mindestens fünf Textilstücke und mehrere Stücke einer brettchengewebten, broschierten Borte (Silberlahn).
 

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Ladoga Objekt Nr. I / 7
Ein brettchengewebtes Band aus dem Gräberfeld Ladoga / Russland.

Aisling-Lagoda-VorschauDer Ort Lagoda wurde um 750 n.Chr. aus dem skandinavischen Raum besiedelt und liegt etwa 15 Kilometer südlich der Mündung des Wolchow in den Ladogasee, nicht ganz 150 km östlich von St. Petersburg.

Die Funde aus dem Gräberfeld stammen aus einer späteren Zeit und werden auf das 10. bis 12. Jahrhundert geschätzt.

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Ladoga Objekt Nr 6
Ein weiteres brettchengewebtes Band aus dem Gräberfeld Ladoga / Russland

 

Aisling-Ladoga06-VorschauDas Objekt Nr. 6 ist zweiteilig. Zum einem besteht es aus einem schmalen brettchengewebten Band und zum anderen aus einem Stück Stoff, auf das das Band angenäht wurde.
Es ist genau wie die anderen Textilfunde in das 10. - 12. Jhd. datiert.
Leider ist der Fundbericht auf Russisch und mein Übersetzungsprogramm hat mich im Stich gelassen, so dass ich mich auf das verlassen habe, was ich selbst interpretieren kann: das Bild von der Borte.

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Die einfachen Bänder aus Gaigovo I

Aisling Gaigovo einfach vorschauEs gibt sie wirklich: die ganz einfachen Bänder. So gibt es aus den Gräberfeldern um Ladoga mehrere Funde. In dem Brandgab im Hügel 1 von Gaigovo I wurden einige ganz einfach gewebte Borten gefunden.

Das Grab enthielt drei Garnituren, die wahrscheinlich einer einzigen Frau gehörten; vieles war verbrannt, doch einige Textilfragmente und Schmuck haben die Zeit überdauert.

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Eine weitere einfache Borte aus Ladoga / Fig 55

Aisling Ladoga Fig55 VorschauZusätzlich zu den aufwändigen mit Metall broschierten Borten sind hier Borten erhalten, die einfach und mit einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand zu weben sind. 

Hier die Borte nach Fig. 55., leider geht aus ihrer Beschriftung nicht hervor, wo im Gräberfeld sie geborgen wurde. Der ursprüngliche Verwendungszweck ist auch unbekannt.

Weiterlesen: Das Band nach Fig. 55