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- Kategorie: Spätantike, Völkerwanderung
Ob der Ärmel einer Kindertunika, der 1900/1901 von Josef Strzygoski erworben wurde, wirklich aus Achmim kommt, wird nie ganz geklärt werden. Achmim war in der Antike ein bedeutends Zentrum der Textilproduktion und wurde gerne angegeben, um den Verkaufswert zu erhöhen.
Aber dass es ein Textil aus dem 6.-7. Jhd. ist und aus Ägypten kommt, wird nicht angezweifelt. Inzwischen befindet sich der Ärmel unter der Ident.Nr. 6913 im Archiv der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst | Museum für Byzantinische Kunst, Berlin
Weiterlesen: Die Borte von einer Kindertunika (Inv. Nr. 6913)
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Antinoé ist eine Stadt in Ägypten, die 130 nach Christus von dem Römer Hadrian gegründet wurde. Ihre Ruinen befinden sich heute ca. 300 km südlich von Kairo.
Die meisten Grabfunde aus Antinoé werden auf die Zeit zwischen dem 3. - 7. Jhd. nach Christus datiert. Die früheren entsprechen römischen Beerdigungssitten, die späteren koptischen. Durch das heiße, trockene Klima konnten die Textilien in einem wesentlich besseren Zustand die Jahrhunderte überdaueren, als man es von europäischen Funden gewohnt ist.
Im Jahr 1898 wurde in der dritten Grabungskampagne das Grab C333 von Albert Gayet ausgegraben. Dabei war ein Textilfragment mit einer brettchengewebten Borte, das in Lyon im Webereimuseum aufbewahrt wird. Ich suche noch nach einer genaueren Datierung als 3. - 7. Jhd.
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Im Grab 8 wurde Anfang/Mitte des 7. Jhd. eine etwa 20-25 Jahre alten Frau begraben.
Als das Grab 1981 entdeckt wurde, fehlten die meisten Beigaben, sie waren bereits entnommen worden und ein Großteil des Grabes war durch diesen Raub zerstört worden. Nur der Kopf-/Schulterbereich war verschont worden. Einzig die Goldstreifen einer Borte/Vitta in der Stirn- und Schläfenpartie und 43 Perlen (41 Glas, 2 Bronze) wurden gefunden.
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Ich bin nicht die Einzige, die immer wieder Bücher durchstöbert – in der Hoffnung, auf die eine oder andere Abbildung einer brettchengewebten Borte zu stoßen. In diesem Fall hat Sylvia Crumbach 2013 ein Reliquienband entdeckt, das durch seine schlichte Eleganz einfach überzeugt.
Leider ist hierzu nicht viel bekannt. Es handelt sich um ein Reliquienband, das wahrscheinlich ursprünglich an der Stola eines Bischofs befestigt war. Weder gibt es Informationen zum Material noch zur ursprünglichen Breite der Borte.
Weiterlesen: Reliquien des Heiligen Céasire d ́Arles (470- 542)
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Da Moscevaja Balka an einem wichtigen Pass der Seidenstraße liegt (dem Zugangsweg zum Tsegerker-Pass, auch Laba-Pass genannt, der über den Großen Kaukasus führt), erhielt die einheimische Bevölkerung als Wegezoll oder im Handel gegen andere Waren viele wertvolle Seidenstoffe. Dass auch Naturalien und andere Waren auf diese Weise gehandelt wurden, zeigen unter anderem gefundene Rechnungen für Fleisch. Die Seidenstoffe wurden teilweise auch zur Ausstattung der Gräber verwendet.
Weiterlesen: Stirnband eines Mädchens aus Moscevaja Balka, Kaukasus