Da ich schon seit über 20 Jahren webe, hat sich in der Zeit einiges angesammelt und damit die Borten ausgestellt werden, habe ich sie hier veröffentlicht.

 Damit man nicht ständig hin und her navigieren muss, habe ich alle Seiten der Galerie nacheinander verlinkt, hier geht es los.

Viel Spaß!

Neu: Eine Vitta aus Moos-Burgstall 8. Jhd (hinzugefügt am 25.06.17)new2
Neu: Eine Borte aus Priednieki/Lettland, 11. Jhd (hinzugefügt am 15.05.2017) new2
Neu: Hochdorf nach dem Fragment 1.42 + 1.45 (hinzugefügt am 16.04.17)new2
Neu: Birka B22 (hinzugefügt am 14.01.17)new2
Neu: Borte Roger II (hinzugefügt am 28.11.16)new2
Neu: Hallstatt Textil 136/1 (hinzugefügt am 23.10.2016)new2

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Die ersten Funde von brettchengewebten Borten gibt aus dem 8. Jhd. vor Christus in Italien. Bis ins 15. Jhd n. Christus war es eine weit verbreitete Technik.

Mit dem Beginn der Neuzeit stirbt die Technik der Brettchenweberei in Mitteleuropa aus. Diese Webart wurde durch die mechanischen Webtechniken verdrängt.

Nur in Island, in Russland und auf dem Balkan erhielten sich Reste der Brettchenweberei bis ins 18. und 19. Jahrhundert, aber in Mitteleuropa war dieses Handwerk ausgestorben. Die Pracht des Mittelalters wurde nie wieder erreicht.

Ich finde es unheimlich spannend, Borten aus allen Zeiten nachzuweben und teilweise die Muster neu zu entwickeln, deswegen ist das der Schwerpunkt meiner Arbeit.

Der Begriff Aegyptische Diagonale stammt aus den Anfangszeiten der Brettchenweberei in der Neuzeit. Damals ging man davon aus, dass die prunkvollen Aegyptischen Gürtel, die hauptsächlich Schräglinien als Ornamentik aufweisen, in Brettchenwebtechnik gewebt wurden. Inzwischen ist diese Theorie widerlegt, aber der Begriff hatte sich bereits eingebürgert und ist erhalten geblieben.

Borten mit einfachen Drehsequenzen z.B. vier vor und vier zurück. Die meisten Muster sind in den 70er Jahren des 20. Jhd. entstanden.

 

Unregelmäßige, komplexe Muster. Die Brettchen sind meistens nicht einheitlich aufgekettet. Die Drehsequenzen sind jedoch sehr aufwändig und komplex, so dass man meistens eine Anleitung benötigt.

 

Während die meisten Brettchen quadratisch sind und mit vier musterbestimmenden Fäden bezogen werden, gibt es auch exotischere Formen, wie Dreilochbrettchen und Sechslochbrettchen. Bisher habe ich nur mit Sechslochbrettchen gearbeitet.

 

Flottierungen entstehen, wenn beim Brettchenweben ein Faden über mehrere Drehungen 'oben' bleibt und sich nicht mit dem übrigen Gewebe verzwirnt.

Auch wenn mit quadratischen Brettchen gewebt wird, werden bei diesen Mustern nur zwei gegenüberliegende Löcher mit Fäden bezogen.