Reconstructed tablet woven bands from VestfoldHuse1

von Else-Margrethe Huse    
Verlag: Midgard forlag
Veröffentlicht: 2010
Sprache: Englisch
38 Seiten farbig

 

Es ist ein Buch, das viele schöne Bilder hat. Allerdings sind die abgebildeten Borten weniger schön, weil sie sehr unregelmäßig gewebt worden sind. Der Schussfaden ist teilweise nicht ordentlich angezogen worden und besonders bei der Osebergborte variert die Breite im deutlich sichtbaren Bereich.
Wenn man gerade ein Muster austestet, kann ich ja verstehen, dass man darauf nicht unbedingt achtet, aber wenn man ein Buch veröffentlicht, dann soll sowas ordentlich aussehen und ggfs. neu gewebt werden.

Ansonsten hat es meine Erwartungen nicht erfüllt, weil die abgebildeten Rekonstruktionen nicht dem historischen Vorbild entsprechen.

Ein Beispiel dafür findet man auf Seite 8:

Huse2

Die Musteranleitung: Zwei-Fäden-pro-Brettchen, 12 Musterbrettchen

Das Bild vom Original: sehr schlecht zu erkennen, könnte aber eine Zwei-Fäden-Technik sein, genau so gut könnte es ein Ausgelassener Aufzug sein. Mehr gibt die schlechte Qualität nicht her.

Das Bild von der Rekonstruktion: ??? Ja, es könnte ein Stippengewebe sein ... aber 4v, 4z gewebt? Das wäre bei historischen Borten was ganz neues. Ansonsten könnte es aber auch ein einfaches Schnubindungsmuster mit 4 Fäden sein. Die Webqualität ist einfach nicht gut genug um das zu erkennen. Am schlimmsten ist, dass  das Ergebnis nur eine geringe Ähnlichkeit mit dem Original hat.

Das ist nicht die einzige Stelle, wo ich Probleme mit dem Buch hatte, aber es ist die auffälligste.

Es war nicht die 300 Kronen wert, die ich dafür ausgegeben habe und wenn ich die Borten webe, werde ich es nach einem selbsterstellten Musterbrief machen. Dann wird die Ähnlichkeit zum Original höher sein.

Edit: inzwischen habe ich das Vestrum Band gewebt. Das Ergebnis gibt es hier.