Hallstatt 3

Brettchenweben-Hallstatt3-VorschauBei diesem Band bedauere ich es, dass es dazu noch keine Textilanalyse gibt.

Karina Grömer hat in ihren Veröffentlichungen das Band immer in Schnurbindung rekonstruiert, aber die einzige Abbildung, die ich von der Borte kenne, deuten für mich mehr auf ein Stippengewebe hin, als auf ein Schnurbindungsgewebe.
 
Gefunden wurde es - wie alle anderen Borten auch - in den Ausgrabungen, die zwischen 1989 und 1994 in dem Kernverwässerungswerk stattfanden.
 
I don't know for sure in which technique this band has been woven. Karina Grömer had reconstructed it in her publication as simple pattern in 4forward/4backward but looking at pictures of the band it seems to be done as pebble weave. 
The band here is done in pebble weave.
 
Das Original soll mit 12 Musterbrettchen gewebt worden sein.
Höhe: ca. 1,2cm
Kettfaden: Wolle
Schussfaden: Wolle
 
Die Rekonstruktion:
12 Musterbrettchen mit je zwei Fäden bezogen, zwei und zwei Randbrettchen mit vier Fäden bezogen
Kettfaden: Wolle
Schussfaden: Leinen
Höhe: ca. 1,3 cm 

 Brettchenweben-Hallstatt3-01

Brettchenweben-Hallstatt3-02

Eine Anleitung findet man auch in dem Buch des Keltenmuseum Heuneburg 'Bunte Tuche gleißendes Metall - Frühe Kelten der Hallstattzeit' 

Literatur:

GRÖMER, K., "Brettchenwebereien aus dem Salzbergwerk in Hallstatt", Archäologie Österreichs, vol. 12, Wien, Österreichische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, pp. 49-58, 2001.
Hallstatt Textiles - Technical Analysis, Scientific Investigation and Experiment on Iron Age Textiles, 2005
Keltenmuseum Heuneburg 'Bunte Tuche gleißendes Metall - Frühe Kelten der Hallstattzeit'
 
Muster: Sylvia Crumbach aus 'Bunte Tuche gleißendes Metall'
Technik: 2 Fäden pro Brettchen

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