Vorbild ist das Kissen von der Grabfigur des Pfalzgrafen Heinrichs II
Maria Laach, gearbeitet von einem Kölner Bildhauer um 1270/80

Alles fing damit an, dass ich am Stand des Hauses der Seidenkultur auf dem Flachsmarkt in Krefeld ein Tuch mit dem Elefantenmuster kaufte. Das Tuch war wunderschön, aber ich hatte keine wirkliche Verwendung dafür.

Nachdem es einige Zeit in meinem Schrank gelegen hatte, wollte ich es im historischen Kontext verarbeiten. Für ein Kleid war es zu wenig Stoff, für einen Beutel zu viel. Zudem habe aus der Zeit um 1.000 keine Ausrüstung...

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Das Muster

 

 

So blieb der Stoff noch einige Zeit im Schrank, bis ich auf die Grabfigur aus Maria Laach stieß und mich in das wundervolle Kopfkissen verliebte.

LaacherStifter

Da wusste ich, was ich mit dem Stoff machen würde. Jetzt musste ich nur noch eine Brettchenborte weben und ich hätte 'mein' Kissen.

Ich wählte eine broschierte Borte und zwar die einer Reliquientasche aus Köln aus dem 13. Jhd. Davon musste ich 1,5 Meter weben. Dazu kam ein 2 Meter langes Fingerschlaufenband und das Nähen des Kissens an sich (dafür hatte ich Hilfe).

Alles in Allem benötigte ich etwa 2 Jahre, um das Projekt zu beenden, aber das Ergebnis macht mich sehr zufrieden.

 

KissenmitbrettchengewebterBorte

 

brettchenweben

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Das fertige Kissen

Bildquelle:
Rainer Kahsnitz, 'Die Gründer von Laach und Sayn Fürstenbildnisse des 13. Jahrhunderts, 1992
 
Literatur:
Rainer Kahsnitz, 'Die Gründer von Laach und Sayn Fürstenbildnisse des 13. Jahrhunderts, 1992
Nancy Spies, "Ecclesiastical Pomp & Aristrocatic Circumstance", Maryland 2000
Rebecca Martin, "Textiles in Daily Life in the Middle Ages, The Cleveland Museum of Art, 1985